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Die Tanzimprovisationsgruppe festina:lente zeigt eine improvisierte Tanz- und Objektperformance im Tübinger Rathaus

Auf Grundlage einer vorgegebenen Struktur werden skurrile Bilder und unvorhersehbare Szenen geschaffen und wieder aufgelöst. Mittelpunkt der kleinen zehnminütigen Improvisations-Welten bildet ein Objekt, welches in sämtlichen Bereichen unseres Lebens präsent ist und uns tagtäglich den Bürokratismus unserer Gesellschaft vor Augen hält.

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In einem zeitlichen Rahmen von zwei Stunden (20:14- 22:14 Uhr) bewegen sich die improvisierenden Tänzerinnen und Tänzer zwischen offiziellen Performance-Zeiten und Pausen-Zeiten. Dabei sind sie jedoch auch in den Pausen-Zeiten durchweg zu sehen. Zwei Glaswände trennen die Akteure vom Publikum, wodurch der Performance-Besuch einem Zoo-Besuch nahe kommt. Die zu bestaunende Spezies: Homo Dinafirensis. Ihr Lebensraum ist bestimmt durch Reglementierung, Klarheit, Genauigkeit. Oder doch nicht? Im Abdriften in abstruse Spielereien zeigen sich ihre heimlichen Sehnsüchte.

Die Improvisations-Gruppe festina:lente wurde Anfang des Jahres von der Improvisations- und Bewegungskünstlerin Anke Zapf-Vaknin ins Leben gerufen. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht die Tanzimprovisation aus ihrem vermeintlichen Dasein als Mittel zur freien Bewegungsgestaltung herauszuheben. Wie in der Musik oder im Schaupiel kann auch im Tanz die Improvisation eine eigenständige Kunstform sein. Dabei liegt die Virtuosität des Tanzimprovisators im spontanen Umgang mit choreographischen, dramaturgischen und musikalischen Prinzipien. Sie verlangt ein hohes Maß an Konzentration, Körperkontrolle und multisensorischer Wahrnehmung.

Künstlerische Leitung: Anke Zapf-Vaknin
TänzerInnen: Silke Maier, Lisa Riesner, Rianne Toenhake, Noemi Fulli, Matthis Raidt

Performance-Zeiten: 7. Mai 2016, 20:14 Uhr – 20:24 Uhr / 20:54 Uhr – 21:04 Uhr / 21:34 Uhr – 21:44 Uhr / 22:04 Uhr – 22:14 Uhr

Ort: Foyer des Rathaus Tübingen


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